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Märchen

 

schloss

 

Die Prinzessin, bei der alles schmilzt

Es war einmal, in einem fernen Land, eine sehr schöne jungfräuliche Prinzessin.

Sie hatte ein Problem: Alles was die Prinzessin berührte, fing an zu schmelzen; das Metall, das Holz, das Plastik, ... Aufgrund dieser Behinderung hatten alle Leute Angst vor ihr. Niemand wollte sie heiraten.

Der König war verzweifelt. Was konnte er nur machen, um ihr zu helfen? Er zog seine Weisen und seine Zauberer zu Rate.

Ein Weiser riet ihm: "Wenn deine Tochter etwas findet das nicht zwischen ihren Fingern schmelzen wird, wird sie geheilt sein".

Der König hatte eine Lösung gefunden ... Am nächsten Tag, organisiert er einen Wettbewerb. Jeder Mann soll einen Gegenstand bringen, der zwischen den Fingern der Prinzessin nicht schmelzen wird. Der, der den Gegenstand besitzt, welcher die Prinzessin heilt, wird sie heiraten und erbt das Königreich.

Drei junge Prinzen nahmen die Herausforderung an: Der erste Prinz brachte eine riesige Titaniumstange. Jedoch, als die Prinzessin sie berührt, schmilzt die Stange wie Wachs dahin. Der verblüffte Prinz ging enttäuscht nach hause.

Der zweite Prinz brachte einen riesigen Diamanten, da er davon überzeugt war, dass dies der solideste Gegenstand der Welt ist. Jedoch, als die Prinzessin ihn berührt, schmilzt der Diamant wie Wachs dahin. Der entmutigte Prinz ging seines Weges.

Der dritte Prinz näherte sich und bat die Prinzessin, "Steck deine Hand in meine Hosentasche und berühre das, was du tief drinnen findest". Die Prinzessin tat dem so und ließ ihre Hand in seine Hosentasche gleiten. Auf einmal wurde ihr Gesicht von roter Scham überzogen. Sie fühlte etwas Hartes. Sie nahm es in ihre Hand und nichts schmolz!!!

Der König war glücklich. Das ganze Reich platzte vor Freude. Und der dritte Prinz heiratete die Prinzessin Sie lebten glücklich und hatten viele Kinder...

Schöne Geschichte, nicht wahr ??? Und du stellst dir eine Frage - na welche Frage schon???

Was hat die Prinzessin in der Hosentasche berührt?

Antwort

 

 

Rotkäppchen, wie es der Beamte niederschreibt

Im Kinderanfall unserer Stadtgemeinde ist eine hierorts wohnhafte noch unbeschulte Minderjährige aktenkundig, welche durch ihre unübliche Kopfbekleidung gewohnheitsrechtlich Rotkäppchen genannt zu werden pflegt.

Der Mutter besagter R. wurde seitens deren Mutter ein Schreiben zugestellt, in welchem dieselbe Mitteilung ihrer Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte, worauf die Mutter der R. dieser die Auflage machte, der Großmutter eine Sendung von Nahrungs- und Genußmitteln zu Genesungszwecken zuzustellen.

Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter schulisch über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtens dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Übertreten des diesbezüglichen Blumenpflückverbots einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in unberechtigter Amtsanmaßung Einsichtnahme in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verschwägerten und verwandten im Baumbestand angemieteten Großmutter eilends war.

Da wolfseits Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschend waren, fasste er den Beschluss, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Papiere vorsprachig zu werden. Weil dieselbe wegen Augenleidens krankgeschrieben war, gelang dem, in Freßvorbereitung befindlichen Untier, die diesfällige Täuschungsabsicht, worauf es unter Verschlingen der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub zur Durchführung brachte. Ferner täuschte das Tier bei der später eintreffenden R. seine Identität mit der Großmutter vor, stellte derselben nach und durch Zweitverschlingung der R. seinen Tötungsvorsatz erneut unter Beweis.

Der sich auf dem Dienstgang befindliche Waldbeamte B. vernahm Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Tiermauls fest. Er reichte bei seiner Dienststelle ein Tötungsgesuch ein, das dortseits zuschlägig beschieden und pro Schuss bezuschusst wurde. Nach Beschaffung einer Pulverschießvorrichtung zu Jagdzwecken gab er in wahrgenommener Einflussnahme auf das Raubwesen einen Schuss ab. Dieses wurde nach Empfangnahme des Geschosses ablebig. Die gespreizte Beinhaltung des Getöteten weckte in dem Schussgeber die Vermutung, wonach der Leichnam Personen beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hierbei auf die noch lebhafte R. nebst Großmutter.

Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich beider Personen ein gesteigertes, amtlich zulässiges Lebensgefühl, dem sie durch großen Unfug, öffentliches Ärgernis, erregenden Lärm und Nichtbeachtung anderer Polizeiverordnungen Ausdruck verliehen, was ihre Haftpflichtmachung zur Folge hatte.

Der Vorfall wurde von den Kulturschaffenden Gebrüder Grimm zu Protokoll genommen und schwerbekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht.

 

Rotkäppchen, wie es der Jugendliche erzählt

In dieser Story geht's um sonen reichen Zahn, der wohl mords knackig aussah, aber durch die feine Family total out war. Jede Menge Klamotten und sonen Plunder, aber dafür immer auf liebes Mädchen machen und sonen Scheiß. Die fuhr da aber entweder voll drauf ab oder blickte überhaupt nich durch. Jedenfalls machte se nie Rabatz sondern lief auch noch mit soner affigen roten Samtmütze rum, die ihr die Großmutter mal verpasst hatte. Jedenfalls durch selbige antike Dame kam dann die ganze Story ins Rollen. Die hatte es wohl irgendwie umgehauen, wie das bei diesen feinen Pinkeln ja immer so is. Jedenfalls lag se in ihrer Poofe flach und erwartet, dass die liebe Family anmarschiert kommt. Die Alten vom Zahn hatten da wohl aber auch nicht gerade den schärfsten Bock drauf, jedenfalls musste der Zahn jetzt mit sonem Fresskorb in den Wald latschen, wo der Nobelschuppen von der maroden Alten stand.

Und wie der Zahn so durch den Wald schnürt, kommt doch son haariger dunkler Typ angepirscht und ist unheimlich scharf auf den Zahn, weil der so heiß aussieht. Die ist aber durch ihre scheiß bürgerliche Erziehung total verklemmt und lässt ne unheimlich blöde Quatsche raus. Der Typ denkt wohl, dass er das schon irgendwie managed und macht auf romantisch, so mit Blümlein, Vöglein und heiteitei. Die kapiert aber wieder nich die Bohne was läuft und will immer nur für die abgeschlaffte Alte Blumen griffeln. Der Typ dreht fast durch, weil er den Zahn nicht krallen kann, will aber unbedingt zu Potte kommen. Die Story mit dem kranken Friedhofsgemüse hatte der Zahn ja beim Blumenknacken an ihn rangelabert. Also nix wie hin in die Villa, die alte Dame aus der Poofe geschmissen und sich schon mal selber reingehauen. Als der Zahn endlich angeschlurft kommt, schnallt der erst gar nix. Hat wohl seine Linsen nicht drin oder ist sonstwie ein bisschen behämmert. Vielleicht isse aber auch cleverer als se aussieht, steigt aber voll auf die Masche ein. Jedenfalls nach sonem bisschen Geplänkel von wegen großer Nase und Augen und so ist die Sache geritzt, der Typ griffelt sich den Zahn und vernascht ihn. Die Kiste wär ja auch ganz o.k. gewesen, wenn nicht die verklemmte Lady Zoff gemacht hätte. Vielleicht hätt se auch selber nen Bock auf den Typ gehabt und war jetzt sauer. Bei dieser Sorte Weiber ist ja alles drin. Jedenfalls holt se sonen Flintenspezi als Verstärkung. Der spielt sich auch gleich als der dicke Macker auf und fuchtelt solange mit seiner Knarre rum, bis der Typ die Mücke macht, und ist auch noch stolz drauf. Die alte Lady macht sich jetzt unheimlich über den Fresskorb her und ist auch ganz Happy.

Nur für den Zahn war das natürlich unheimlich beknackt, dass ihre erste dicke Kiste so voll in die Hose gegangen ist.

 

Rotkäppchen, wie es der verwirrte Großvater erzählt

Es war einmal ein kleines Mädchen, das hieß Gelbkäppchen...

Nein, Rotkäppchen.

Ach so, Rotkäppchen. Eines Tages sagte die Mutter: Hör zu Grünkäppchen...

Nicht doch, Rotkäppchen.

Aber ja, Rotkäppchen. Geh zu Tante Erika und bring ihr diese Kartoffelschale ..

Falsch! Geh zur Großmutter und bring ihr diesen Kuchen.

Schon gut. Das Mädchen ging in den Wald und begegnete einer Giraffe ...

Was für ein Humbug! Sie begegnete dem Wolf und nicht einer Giraffe.

Und der Wolf fragte: Wieviel ist 6 x 8?

Stimmt ja gar nicht. Der Wolf fragte: Wo gehst du hin?

Schon recht. Und Schwarzkäppchen erwiderte ...

Das Mädchen hieß Rotkäppchen.

Rot, rot! Richtig. Es antwortete: Ich gehe in die Markthalle, Tomatenketchup kaufen.

Unsinn! Ich gehe zur kranken Großmutter, bin jedoch vom Weg abgekommen.

Ach so. Und das Pferd sagte ...

Was für ein Pferd? Es war doch der Wolf.

Natürlich. Und der Wolf sagte: Nimm die Straßenbahn 75, steig Rathausplatz aus und biege rechts ab. Du wirst drei Stufen und einen Groschen sehen. Kümmere dich nicht um die drei Stufen, sondern heb den Groschen auf und kauf dir einen Kaugummi dafür.

Opa, du kannst keine Märchen erzählen, du wirfst alles durcheinander. Den Kaugummi kaufst du mir aber trotzdem. Schon gut. Hier hast du deinen Groschen. Und der Großvater vertiefte sich wieder in seine Zeitung.

 

Rotkäppchen, wie es der CB-Funker erzählt

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das immer ein Käppchen aus rotem Samt trug. Auf Grund dieses Designs erhielt es den Skip "Rotkäppchen". Eines Tages führte die Mutter mit ihr ein QSO: "Rotkäppchen, die Gesundheit Deiner Großmutter hat einen Break bekommen. Wir müssen die Antenne checken und zur Großmutter fliegen um das Problem zu lösen. Verirre Dich jedoch nicht im Wald der unpostalischen Kanäle, sondern gehe nur auf bekannten Hauskanälen. Benutze dabei immer ein hochwertiges Stehwellenmeßgerät, dann geht es der Großmutter schnell wieder gut. Und achte darauf, dass Deine Ausgangsleistung stabil ist, damit es die Großmutter nicht noch mehr belastet.

Da der Kanal zum Haus der Großmutter sauber war, traf Rotkäppchen den bösen Wolf. Er tat sehr bedienungsfreundlich, hatte auf seinem Scanner jedoch einen Träger programmiert. Während Rotkäppchen über die Kanäle rutschte, um QSL-Karten zu sammeln, ging der Wolf im Direktwahlmodus zur Großmutter und stellte ihr unverzüglich einen Träger. Ohne zu zögern gab er sich den Anschein auf gleicher Frequenz zu liegen und nahm die Modulation der Großmutter an. Dann legte er sich in ihre zwei Meter. Kurz danach checkte Rotkäppchen die Antenne der Großmutter und trat in den Funkraum. Vor Installation der neuen Antenne maß Rotkäppchen vorsichtshalber die Stehwelle und fragte:

"Ei Großmutter warum hast Du eine so große LED-Anzeige und einen so großen Zusatzlautsprecher?" "Damit ich die Wünsche der Breaker besser verstehen kann." Und sie fragte: "Ei Großmutter, warum hast Du ein so entsetzlich großes V-Mike?" "Damit ich Dich besser fressen kann!"

Sprachs und stellte dem armen Ding einen unmodulierten Träger. Dann meldete der Wolf QRT an, begab sich zur Ruhe und begann laut zu schnarchen. Als der Jäger am Haus der Großmutter vorbeikam, sah er durch ein Fenster den Wolf in den zwei Metern liegen.

"Find ich Dich hier, Du alter Sünder.", sprach er, "Ich habe Dich lange gesucht!" Als Kenner der Szene hörte er trotz des hohen QRM's sofort, dass die Großmutter nur im Bauch des Wolfes sein konnte. Er nahm seinen goldenen Schraubenzieher, schraubte den Bauch des Wolfes auf und brachte, welch eine Freude, die Endstufen der Großmutter und des Rotkäppchens wieder auf vier Watt Leistung. Als Träger für den leeren Bauch des Wolfes nahmen sie viele Kilo Quarze und meldeten dann QRT an.

Als der Wolf erwachte, verursachte ihm seine dermaßen überlastete Rauschsperre solche Schmerzen, dass er an einer HF- Überempfindlichkeit jämmerlich zugrunde ging. Da waren alle vergnügt. Die neue Antenne spielte gut und die Großmutter konnte wieder breaken.

Rotkäppchen aber dachte: "Du willst dein Lebtag nie wieder auf falscher Welle funken, sondern nur noch auf postalischer QRG bleiben, wie es die Mutter geboten hat."

 

Rotkäppchen, wie es der Informatiker erzählt

Es war einmal ein kleines, süßes Mädchen, das immer ein Käppchen aus rotem Samt trug. Aufgrund dieses Attributes erhielt es ein Assign unter dem symbolischen Namen Rotkäppchen. Eines Tages sprach die Mutter: "Rotkäppchen, die Gesundheit deiner Großmutter hat einen Interupt bekommen. Wir müssen ein Pflegeprogramm entwickeln und zur Großmutter bringen, um das Problem zu lösen. Verirre Dich jedoch nicht im Wald der alten Sprachen, sondern gehe nur strukturierte Wege. Nutze dabei immer eine Hochsprache der vierten Generation, dann geht es der Großmutter schnell wieder gut. Und achte darauf, dass Dein Pflegeprogramm transaktioniert wird, damit es die Großmutter nicht noch mehr belastet."

Da der Weg zur Großmutter renetrant war, traf Rotkäppchen den Wolf. Er tat sehr benutzerfreundlich, hatte im Backround jedoch schon einen Abbruch programmiert. Während Rotkäppchen einen Go To ins Blumenfeld machte, ging der Wolf im Direktzugriff zur Großmutter und vereinnahmte Sie unverzüglich durch einen Delete. Ohne zu zögern gab er sich den Anschein kompatibel zu sein und nahm die logische Sicht der Großmutter an. Dann legte er sich in Ihren Speicherplatz.

Kurz danach lokalisierte auch Rotkäppchen die Adresse der Großmutter und trat in den Speicherraum. Vor der Installation des Pflegeprogramms machte Rotkäppchen sicherheitshalber einen Verify und fragte:

"Ei Großmutter, warum hast Du so große Augen?" "Weil ich zufriedene Endbenutzer gesehen habe." "Ei, Großmutter warum hast Du so große Ohren?" "Damit ich die wünsche der User besser verstehen kann." "Ei, Großmutter warum hast Du so ein entsetzlich großes Maul?" "Damit ich Dich besser Canceln kann!"

Sprach's und nahm das arme Ding als Input. Nach ein Logoff begab sich der Wolf zur Ruhe, schlief ein und begann laut zu schnarchen. Als der Jäger auf seinem Loop durch den Wald am Haus der Großmutter vorbeikam, sah er durch sein Window den Wolf im Bett liegen.

"Finde ich Dich hier Du alter Sünder", sprach er, "ich habe Dich lange gesucht!"

Als Kenner der Szene analysierte er sofort, daß nach den Regeln der Booleschen Algebra die Großmutter nur im Bauch des Wolfes sein konnte. Er nahm sein Messer, teilte den Bauch des Wolfes in mehrere Sektoren und machte, welch Freude, die Großmutter und das Rotkäppchen wieder zu selbstständigen Modulen. Als Input für den Bauch des Wolfes nahmen sie viele Kilobyte Steine und beendeten die Operation mit einem Close.

Als der Wolf erwachte, verursachte ihm sein dermaßen aufgeblähter Hauptspeicher solche Schmerzen, daß er an einer Storage Violation jämmerlich zugrunde ging.

Da waren alle vergnügt. Das Pflegeprogramm aktivierte die Großmutter.

Rotkäppchen aber dachte: "Du willst den Lebtag nie wieder einen Go To machen, sondern nur noch strukturierte Wege gehen, wie Dir's die Mutter geboten hat."

 

Die 7 Zwerge

zwerg1Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten hinter den sieben Bergen. Tag für Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder der Zwerge war rechtschaffen, fleißig und achtete den Anderen. Wenn einer von ihnen müde wurde, so ruhte er sich aus, ohne dass die Anderen erzürnten. Wenn es einem von ihnen an etwas mangelte, so gaben die Anderen bereitwillig und gerne. Abends, wenn das Tagewerk geschafft war, aßen sie einträchtig ihr Brot und gingen zu Bett. Am siebten Tage jedoch ruhten sie.

zwerg2Doch eines Tages meinte einer von ihnen, dass sie so recht nicht wüssten, wie viel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit Zählen beschäftigt war, schufteten die Anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine neue Arbeit derart in Anspruch, dass er nur noch zählte und die Hacke für immer beiseite legte. Nach eine Zeit hub ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich, das Zählen sei unerlässlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie vollbracht hatten und begann, den Anderen in allen Einzelheiten davon zu erzählen. Und weil er nicht erzählen konnte, während die Anderen hackten und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch zusammen. zwerg7So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine Papier und die Symbole, aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.

Es dauerte nicht lange und der Controller (denn so nannte er sich fortan!) forderte, die Zwerge, die da Tagein, Tagaus schufteten, mögen ihm ihre Arbeit beweisen, in dem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten über die Menge Goldes, die sie mit den Loren aus dem Berg holten. Und weil er nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, so berief er einen unter ihnen, die Anderen zu führen, damit der Lohn recht gleichmäßig ausfiele. Der Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder. Nach kurzer Zeit arbeiten also nur noch Fünf von ihnen, allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die Teamarbeit. So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der Arbeit erledigen und sich spezialisieren. Aber ach! Das Tagewerk wurde nicht leichter und wenn einer von ihnen krank wurde, wussten die Anderen weder ein noch aus, weil sie die Arbeit ihres Nächsten nicht kannten. So entstand der Taylorismus.

zwerg3Als der Manager sah, dass es schlecht bestellt war um seine Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er die Anderen ermutigte. So musste der Manager nicht mehr sein warmes Kaminfeuer verlassen. Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu Meetings. So arbeiteten nur noch vier.

Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die Zwerge wütend an seine Bürotür traten, versprach der Manager Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren damit sich die Zwerge zerstreuten. Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartigen Worten kleidete, die er von einem anderen Manager gehört hatte, der andere Zwerge in einer anderen Miene befehligte. So wurden die ersten Anglizismen verwendet.

Eines Tages kam es zum offenen Streit. Die Zwerge warfen ihre kleinen Schaufeln hin und stampften mit ihren kleinen Füßen und ballten ihre kleinen Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Der Manager nannte das Outsourcing. Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht recht in die kleine Gemeinde passten. Und weil sie anders waren, mussten auch für diese ein neuer Führer her, der an den Manager berichtete. Da arbeitete nur noch Drei von ihnen.

zwerg4Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil zwei verschiedene Gruppen von Arbeitern zwei verschiedene Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten, begann unter den strengen Augen des Controller, bald ein reger Handel unter ihnen. So wurden die Kostenstellen geboren. Jeder sah voller Misstrauen auf die Leistungen des Anderen und hielt fest was er besaß. So war ein Knurren unter ihnen, dass stärker und stärker wurde.

zwerg5Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater. Der strich ohne die geringste Ahnung hochnäsig durch das Bergwerk und erklärte den verdutzten Managern, die Gründe für die schlechte Leistung sei darin zu suchen, das die letzten Beiden im Bergwerk verbliebenen Zwerge ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er eine ganze Lore Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.

Während dessen stellte der Controller fest, dass die externen Mitarbeiter mehr Kosten verursachten, als Gewinn einbrachten und überdies die Auslastung der internen Zwerge senkte. Schließlich entließ er sie. Der Führer, der die externen Mitarbeiter geführt hatte, wurde zweiter Controller. zwerg6So arbeitete nur noch ein letzter Zwerg in der Mine. Tja, und er lernte in seiner kargen Freizeit, die nur noch aus mühsam errungenen abgebummelten Überstunden bestand, Schneewittchen kennen, die ganz in der Nähe der Mine ihre Dienste anbot. Dann holte er sich bei ihr den Siff und verreckte elendig. Die Firma ging pleite, die Manager und Gruppenführer und Controller aber fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab und verpissten sich, um der Anklage wegen Untreue zu entgehen, ins Ausland und diese deprimierende, aber wahrheitsgetreue Märchen ist aus.

 

 

Das Märchen von der kleinen Maus

Auf einem Bauernhof gab es einmal eine kleine Maus, die in ständiger Angst vor der Katze lebte und deswegen kaum aus ihrem Mauseloch kam und immer Hunger hatte. Eines Tages kamen die Kinder von der Schule und ließen ihr restliches Schulbrot einfach auf dem Hof fallen. Der Duft des Brotes lockte die kleine, hungrige Maus aus ihrem Mauseloch. Ängstlich sah sie sich nach der Katze um die, wie es schien, gerade ihr Mittagsschläfchen machte und nicht zu sehen war. Etwas ängstlich, doch entschlossenen Schrittes und vom Hunger angetrieben, lief sie einer leckeren Mahlzeit entgegen. Mitten auf dem Hof erblickte die kleine Maus die Katze, wie sie gerade hinter ihr aus der Scheune kam. Was sollte die kleine Maus jetzt machen? Der Rückweg war versperrt! Die einzige Möglichkeit, die ihr blieb, war die Flucht durch die offene Tür des Kuhstalles. Die Katze sprang in großen Sätzen auf die kleine Maus zu. So schnell sie ihre kleinen Beine tragen konnten lief die Maus durch die offene Kuhstalltür und weil sie nichts anderes fand, wo sie sich verstecken konnte, lief sie der ersten Kuh direkt unter den Schwanz. Vom kribbeln der kleinen Maus angeregt, ließ die Kuh einen Fladen fallen und begrub die Maus vollständig darunter. Nur die Schwanzspitze lugte noch aus dem Kuhfladen heraus.

Inzwischen war die Katze in den Kuhstall gekommen und schaut sich nach der kleinen Maus um, fand sie aber nicht. "Hey Kuh!" sagte die Katze, "Hast du nicht die kleine Maus gesehen, die gerade in den Stall gelaufen ist?"

"Nöööö!" gab die Kuh ruhig aber glaubhaft zur Antwort.

Die Katze schaute sich weiter um und plötzlich entdeckte sie, wie die Schwanzspitze der kleinen Maus aus dem Kuhfladen herausschaute. Mit einem Satz war sie da, packte die kleine Maus und fraß sie mit Haut und Haaren.

Und die Moral von der Geschichte:

  1. Nicht jeder, der Scheiße auf Dich wirft, muss auch dein Feind sein!
  2. Nicht jeder, der Dich aus der Scheiße herausholt, muss auch dein Freund sein!
  3. Und wenn Du schon in der Scheiße steckst, dann zieh wenigstens den Schwanz ein!

 

Es war einmal ... oder: Das Ende ALLER Märchen!

Rotkäppchen wird vom bösen Fleischwolf geschnappt und dreht durch. Den Heinzelmännchen wird wegen Schwarzarbeit der Prozess gemacht. Schneeweißchen erliegt dem Treibhauseffekt. Rosenrot stirbt an Überdüngung. Der Rattenfänger von Hameln verklagt die Stadt wegen Nichteinhaltung des Vertrages auf Schadenersatz in Millionenhöhe. Dornröschen findet beim besten Willen keine Firma mehr, die noch Spindeln herstellt, und nimmt stattdessen am VHS-Kurs "Kreatives Töpfern" teil.

Der Flaschengeist kommt zum Altglas und wird wiederverwertet. Den Sieben Geißlein läuft kein Wolf mehr über den Weg; so was kann in einer modernen Mastfarm zum Glück nicht mehr vorkommen. Die Krankenkasse bezahlt Zwerg Nase eine plastische Gesichtsoperation. Der Däumling erhält Wachstumshormone und spielt jetzt in seiner Freizeit Center in einer Basketball-Mannschaft. Die kleine Meerjungfrau endet in einer Dünnsäureverklappung. Schneewittchen wird von einem adretten Notarzt gerettet, der aber leider schwul ist.

Hänsel und Gretel schlagen die nette, alte Frau nieder, als sie die Plätzchen aus dem Backofen holen will, und behaupten später, es sei Notwehr gewesen: Die Alte habe sie vernaschen wollen. Aschenputtel haut von zu Hause ab, wird Putze, heiratet und bekommt zwei Kinder: Ihren Mann nennt sie liebevoll "ihren Märchenprinzen" - er schlägt sie wirklich nur sehr selten. Rumpelstilzchen wird kalt von der Rasterfahndung erwischt; bei Kindesentführung kennt das BKA kein Pardon.

Die Klimaveränderung erledigt Frau Holle (im Vertrauen: eigentlich war es eine Leberzirrhose). Das tapfere Schneiderlein verlässt der Mut und um nicht auch noch die Unterstützung vom Arbeitsamt zu verlieren, willigt er in eine Umschulung ein. Beim Fensterputzen bleibt Rapunzel mit ihrem Haar hängen und stürzt aus dem fünften Stock des Hochhauses ab (Dies bestätigt wiederum die Statistik, nach der die meisten Unfälle im Haushalt passieren).

Von dem einen, der auszog, das Fürchten zu lernen, hört man noch die Geschichte, er sei an der nächsten Kreuzung unter einen 40-Tonner geraten, was wirklich fürchterlich gewesen sein muss. Die Bremer Stadtmusikanten wandern, da kein Halter ausfindig gemacht werden kann, ins Tierheim, wo sie eingeschläfert werden, weil ihr Gejohle und Geschrei auf Dauer nicht zu ertragen ist. Der Hase läuft vor die Flinte eines Sonntagsjägers und der Igel kurz darauf vor dessen Auto: Technisches K.O.

Die Polizei greift das kleine Mädchen auf, als sie gerade Sterntaler auffangen will, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses in Tateinheit mit Umweltverschmutzung, und schiebt sie in ein Waisenhaus ab. Auf Grund der Darstellung außergewöhnlich brutaler Gewaltszenen indiziert die Bundesprüfstelle die Geschichten der Gebrüder Grimm, welche von jetzt an nur noch ab 18 in einschlägigen Geschäften erhältlich sein werden.

 

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