Alkohol 4

 

Hallo, Freunde und Kollegen!

Sicher habt Ihr euch gewundert, dass ich so lange nichts habe von mir hören lassen. Das hatte einen triftigen Grund: Ich habe kurzfristig beschlossen, mich aktiv für unsere Umwelt einzusetzen.

Gestern morgen habe ich einen Werbespot mit Günter Jauch gesehen, dem zu entnehmen war, dass die Krombacher Brauerei und Greenpeace ein beispielloses Projekt zur Rettung des Urwaldes ins Leben gerufen haben: Für jeden getrunkenen Kasten Krombacher Bier werden sie 1 m² Urwald retten.

In mir erwachte sofort der bisher tief in meinem Innersten verborgen gewesene Naturfreund und Umweltschützer, und so beschloss ich, auch meinen Beitrag zur Rettung der Urwälder beizutragen. Ich überwand meine Abneigung gegen promillehaltige Getränke und begann mit der Rettung.

Während ich so mit der Rettung des einen oder anderen Quadratmeter Regenwaldes beschäftigt war, kam meine Frau nach Hause. Bei der anschließenden hitzig geführten Debatte mit ihr machte ich vermutlich die gleiche Erfahrung, wie tausende andere Umweltschützer vor mir auch: Ich stieß auf völliges Unverständnis. Der Urwald schien ihr völlig egal, mein Engagement für die Natur und das Leben aller Menschen lehnte sie komplett ab. Sie wollte nicht verstehen, dass man eine so große Aktion wie die Rettung der Natur nicht aufschieben kann, ganz gleich, ob es erst Vormittag ist oder nicht.

Da sie in keinster Weise einsichtig war und man(n) bereit sein muss, für die Vollbringung solcher Taten Opfer zu bringen, verließ ich das Haus. Niedergeschlagen, nein traurig, lief ich zunächst ziellos umher. Angst beschlich meine Gedanken. Angst um die Wälder. Verzweiflung machte sich tief in meinem Inneren breit, denn mit jeder verstrichenen Minute hätte ich wieder einige Quadratzentimeter unwiederbringlicher Natur retten können. Die Angst schnürte meine Kehle zu, die Verzweiflung ließ meinen Hals austrocknen.

Wie groß war da meine Freude, als ich unerwartet auf eine Versammlung gleichgesinnter Umweltaktivisten traf! Ich erkannte sie sofort, denn als Zeichen ihrer Verbundenheit hielten sie alle eine Flasche Krombacher in der Hand, die sie demonstrativ leerten.

Schnell nahmen sie mich in ihre Mitte auf, und so erfuhr ich sehr bald, dass einige von ihnen sich bereits seit Jahren mit der Rettung ganzer Kontinente beschäftigen, unbeachtet von der Öffentlichkeit, genau hier, an diesem Kiosk! Ich bewunderte die Zeichen ihres teilweise jahrelangen Kampfes: Die von den Entbehrungen ausgemergelten Körper, die zum Aufforsten nötigen prallen Bäuche, den Geruch nach jahrtausende altem Urwaldboden, die mannigfaltigen Insekten, und ich übersah auch nicht, dass sich einige beim Kampf um die Natur wohl die Zähne ausgebissen hatten.

Nachdem wir zusammen eine ungefähr tennisplatzgroße Menge natürlichem Urwaldes gerettet hatten, stellte ich fest, dass der Schutz und die Rettung der Umwelt ihren Tribut zollten. Durch das lange Stehen schmerzten meine Füße, die Waden krampften, selbst die Zunge war durch die langen Debatten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt: Ich hatte immer größere Mühen beim Aussprechen der großen Buchstaben eines Satzes oder Wortes. Aus diesem Grund beschloss ich, die Versammlung zu verlassen, und machte mich auf die Suche nach weiteren Mitstreitern.

In einer Gaststätte ganz in der Nähe wurde ich dann auch sofort wieder fündig: Gut ein halbes Dutzend Umweltler hatte sich dort eingefunden und arbeiteten hier im Verborgenen an der Rettung der natürlichen Ressourcen. Schnell war ich aufgenommen. Ich war gerührt als der Wirt meine Hand nahm und mir sagte: "Junge, rette den Urwald, wir zählen auf dich!", und orderte die vierte Lokalrunde, um unsere Aktion voranzutreiben. Da die anderen Gäste darauf bestanden, neben dem Urwald auch zusätzlich Gebiete wie die Sahara, die Wüste Gobi und Offenbach wieder aufzuforsten und somit auch den Aufbau des heimischen Waldbestandes zu unterstützen, blieb mir nichts Anderes übrig, als zu der Runde noch Jägermeister zu ordern.

Ganz schwindlig war mir vor Stolz und Glück, als ich viel später die Kneipe verließ. Plötzlich sah ich die Welt mit anderen Augen! Leicht verschwommen zwar, aber dafür sah, nein fühlte ich, dass sich unsere gute Mutter Erde drehte. Nicht gleichmäßig und in eine Richtung, nein, es waren eher ruckartige Bewegungen in abwechselnde Richtungen. Welch eine Erfahrung!

Vor Glück taumelnd lief ich zu meinem Auto und beschloss, einen Demonstrationszug durch die Kneipen der Innenstadt durchzuführen, um die vielen, anderen Menschen auf die Probleme aufmerksam zu machen.

So fuhr ich in Richtung Stadt und war gerade einem Ozonloch ausgewichen, als ich am Straßenrand einen Streifenwagen entdeckte. Auf der Fahrbahn standen mehrere Polizisten und schauten in meine Richtung. Sie mussten von meinem Vorhaben erfahren haben, denn sie hielten gezielt mein Fahrzeug an. Von Vorkontrollen bei Demonstrationen hatte ich ja bereits gehört, war aber dennoch verwundert, wie schnell sich das herumgesprochen hatte.

Nachdem ich angehalten und aus meinem Wagen gestiegen war, entschloss ich mich zu einer spontanen Sitzblockade auf der Straße. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, war es keine rationell erklärbare Aktion, sondern eher ein Zwang meines Unterbewusstseins. Ich saß, und mein Körper weigerte sich, wieder aufzustehen. Mit widerfuhr das gleiche Schicksal wie Sitzblockierer in Brockdorf oder entlang der Castor-Strecke: Ich wurde durch die Polizisten weggetragen. Auch sie wollten den Ernst der Lage nicht verstehen, obwohl ich sie immer wieder darüber aufklärte.

Auf dem Revier erschien dann endlich ein vernünftiger Mensch. Er hörte sich mein Problem in aller Ruhe und sichtbar interessiert an und erklärte mir dann, dass er die Anzahl der von mir geretteten Bäume feststellen wolle. Ich hätte den Schutz der Umwelt quasi im Blut und er bräuchte aus diesem Grund etwas davon. Ich war glücklich, diesen verständnisvollen Menschen getroffen zu haben. Mein Engagement würde amtlich festgehalten und der Nachwelt erhalten! Dafür gab ich ihm gerne mein Blut.

Wenig später befand ich mich zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Meinen Wagen hatten die netten Beamten behalten, damit er durch seine Abgase nicht alle meine Bemühungen wieder zerstört, wie sie mir erklärten. Auch haben sie mir fest versprochen, nach dem Recyclingverfahren aus meinem Führerschein ein Flugblatt zur Unterstützung der Rettungsaktion zu machen.

Froh und mit der Gewissheit, etwas Großartiges geleistet zu haben, ging ich dann nach Hause. Unterwegs rettete ich an der Tankstelle noch ein paar Pflänzchen und erinnerte mich an eine alte Weissagung der Indianer:

Erst, wenn die letzte Ölplattform versenkt, die letzte Tankstelle geschlossen, das letzte Auto stillgelegt, die letzte Autobahn begrünt ist, werdet Ihr feststellen, dass Greenpeace nachts kein Bier verkauft.

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Ein Mann bestellt in einer Bar ein Glas Wein nach dem anderen. Da die Gläser immer randvoll sind, verschüttet er jedes Mal, wenn er das volle Glas ansetzt, ein wenig. Der verschüttete Wein dringt durch den Holzfußboden, so dass eine kleine Maus nicht wenig davon abbekommt. Am späten Abend, als der Mann betrunken nach Hause wankt, folgt ihm die kleine Maus in Schlangenlinien. Da der Mann laut singt, öffnet sich plötzlich ein Fenster und eine Frau im Schlafrock ruft: "Ruhe jetzt da unten, sonst komme ich runter und dann setzt es was!"
"Dann komm doch, das wollen wir ja mal sehen", antwortet der Mann und boxt dabei Löcher in die Luft.
"Ja komm nur", ruft auch die Maus, "und bring deine blöde Katze gleich mit!"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Die befreundeten Ehefrauen zweier Alkoholiker treffen sich.
"Ach, wenn ich doch bloß meinen Mann dazu kriegen könnte, dass er mit der Schnapssauferei aufhört!", jammert die eine.
"Meinen hab ich jetzt soweit! Ich hab ihm eines abends eine tote Maus in seine Wodkaflasche getan, als er das bemerkte, nachdem die Flasche schon fast leer war, hat's ihn so geekelt, dass er keinen Schnaps mehr trinkt! Versuch das doch auch mal!"
Noch am selben Abend steckt die erste ihrem Mann eine tote Maus in seine gerade angebrochene Schnapsflasche. Sie geht in Küche und wartet ab. Nichts tut sich im Wohnzimmer. Schließlich hält sie's nicht mehr aus vor Neugier und steckt ihren Kopf zur Wohnzimmertür rein.
Da sieht sie Ihren Mann, die Maus mit beiden Händen über dem Schnapsglas auswringend: "Los, ein Doppelter muss das noch werden."

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

"Jetzt weht hier ein anderer Wind", sagt der Wirt energisch zu seinem Gast, der öfters seine Rechnung nicht bezahlt, "ab sofort schreibe ich Ihnen nichts mehr an!"
Der Gast sieht ihn ziemlich ungläubig an und meint dann: "Ach du lieber Gott, wie wollen Sie das bloß alles im Kopf behalten?"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

"Verzeihung, wo bin ich hier eigentlich?", fragt der Betrunkene.
"Ecke Poststrasse/Lindenallee."
"Keine Einzelheiten! In welcher Stadt bin ich?"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Ein Betrunkener lässt sich mit dem Taxi aus seiner Kneipe abholen. Als er im Wagen sitzt, beginnt er, sich auszuziehen.
Da ruft der Fahrer: "Hallo, Hallo, wir sind doch noch nicht im Hotel!"
Lallt der Suffkopf: "Konnten Sie das nicht eher sagen? Ich habe gerade meine Schuhe vor die Tür gestellt!"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Dieter geht jeden Tag in seine Stammkneipe und bestellt zwei Korn. "Warum bestellst Du eigentlich immer 2 Korn?" fragt der Ober.
"Ich trinke fuer einen Freund mit."
Nach einem Jahr bestellt Dieter nur noch ein Korn.
"Ist deinem Freund was passiert?" will der Ober wissen.
"Nein, aber mir hat der Arzt das Trinken verboten."

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

"Um meine Frau nicht zu wecken", erzählt Uwe am Stammtisch, "zog ich mich letzte Nacht auf der Treppe ganz aus."
"Und hat es denn geklappt?"
"Als ich oben ankam, war es der Hauptbahnhof!"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Frau Mubbel zu ihrer Tischnachbarin: "Warum machen Sie denn beim Trinken immer die Augen zu?"
"Das ist eine Anweisung meines Arztes. Er hat gesagt, ich solle nicht zu tief ins Glas schaun!"

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Kundin: "Welchen Wein können Sie uns denn zum 10. Hochzeitstag empfehlen?"
Händler: "Das kommt ganz darauf an. Wollen Sie feiern oder vergessen?"

 

| zurück |