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Augenblicke 3

 

geschrieben und gemailt von Petra Marie

 

Denken

In die Unendlichkeit des Möglichen eintauchen,
die Herausforderung des Geistes annehmen,
einen Weg in die Gesetzmäßigkeiten zu suchen,
um durch Worte greifbar werden zu lassen:
Denken.

Denken

Denken heißt,
das Glied in der Kette zu sein,
das die Vergangenheit
an die Zukunft
bindet.

 

Distanz                                       schafft Nähe.

 

Denkste !

Wer denkt,
lebt.

Wer nachdenkt,
erlebt.

Wer vorausdenkt,
überlebt.

Wer empfindet,
ist lebendig.

 

Der Schulrat kommt

(Kurzmeldung des Reichenhaller Tagblatt vom 26.10.2004 in Reime gefasst)

Des Schulrats Auto, das uralt,
quält sich recht langsam durch den Wald.
Es schnauft bergauf, es rattert munter
danach den Berg auch wieder runter
und bleibt, das Dorf ist schon zu sehen,
mitten auf dem Wege stehen,
macht keinen Ruck, gibt keinen Laut.
Der Schulrat steigt heraus und schaut
die Straße lang. Es sucht der Mann,
ob ihm nicht jemand helfen kann.

Da kommt ein Knabe, 10, 12 Jahr,
ein wenig dreckig, lange Haar,
an dem Vehikel just vorbei,
klappt, ob da nichts zu machen sei,
die Motorhaube auf: „Das wär' gelacht,
das liegt am Luftansaugeschacht."
Und kurz darauf nach dem Befund,
da läuft der Motor wieder rund.

Gar dankbar sieht der Schulrat dann
den Knaben sich noch einmal an
und fragt ihn, sichtlich tief gerührt,
was ihn denn des Wegs geführt,
ob er denn keine Schule hätt'.
Der Schulrat fragt das wirklich nett.

O je, entgegnet dieser drauf.
Das sei halt so der Welten Lauf,
der Lehrer habe ihn beschworen,
er habe in der Schule nichts verloren
an diesem Tag, weil doch der Schulrat käme
und man sich seiner höchstens schäme,
denn, das wisse doch ein jeder,
keiner wäre schließlich blöder.
Da habe ihm recht weh getan.
Der Knabe sieht den Schulrat an
und strahlt vergnügt von Kopf bis Zeh:
„Jetzt tut's mir keineswegs mehr weh.
Jetzt bin ich froh, mein lieber Mann,
dass ich noch einem Dümm'ren helfen kann !!"

 

Identifikation

Ich bin –
Aber ich bin nicht man,
und ich bin auch nicht wie ... –
Ich bin -

Ich bin –
Aber ich bin nicht die von gestern
Und auch nicht die von morgen –
Ich bin -

Ich bin –
Ich kenne mich recht gut,
aber manchmal bin ich mir fremd -
Ich bin –

Ich bin –
Aber ich suche nach mir
und erprobe
zu sein.

Ich bin ?
Ich werde.

 

Liebe

ist es vielleicht auch,
wenn man es nicht schafft,
auf jemanden böse zu sein,
wenn man glaubt,
dass einem das
jetzt eigentlich zustände.

Liebe

findet ihren Zugang
auch dann,
wenn Erziehungsversuche
sprachlos werden.

 

 

Strukturierungen
Strikturierungen
Ver-Strick-ungen

 

 

Wird
WÜRDE
kleingeschrieben,
wird
WÜRDE
Konjunktiv.

 

Zwischendurchgedanke

Wenn ich
damals nun doch .....

Ach ja,
dann könnte ich jetzt bestimmt .....
Ich wäre inzwischen vielleicht .....

Aber
ich hätte dann nicht .....
und
..... wäre nie gewesen.

Wie gut,
dass

ich bin.

 


 

Petra Marie Heidemann, geb. 1951 in Hannover, Kind schlesischer Flüchtlinge, wohnhaft in Meppen, im Emsland.
Lehrer an den Berufsbildenden Schulen. Studium der Germanistik und Biologie und vor einen Jahren - nur so - Ev. Theologie. Prädikantin in der heimatlichen Kirchgemeinde.
Petra Marie Heidemann

 

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