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Kirche und Politik

 

Bei der Bundestagswahl betritt eine junge Ordensschwester das Wahllokal, die offenbar das erste Mal wählt. Als man ihr den Wahlzettel und den dazugehörigen Umschlag gibt, will sie den Zettel gleich in den Umschlag stecken. Da sagt der Wahlleiter: "Schwester! Sie müssen doch erst ihr Kreuz machen." Gehorsam bekreuzigt sich die junge Nonne und gibt dann ihren Zettel ab.

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Auch im Himmel gibt es Wahlen. Natürlich gehört es sich, dass alle die christliche Einheitspartei (CEP) wählen, doch bei der Auszählung kommt eine Stimme der Himmlischen Sozialdemokratischen Partei (HSP) zutage. Wer war der Sünder?

Nach langen Überlegungen kommt man zu dem Schluss, dass dies nur der Heilige Josef, der Patron der Werktätigen, gewesen sein kann. Man stellt ihn zur Rede.

"Natürlich war ich das," sagt der Heilige Josef, "und wenn ihr hier keine Opposition zulassen wollt, nehme ich meine Frau und meinen Sohn aus dem Betrieb, und dann könnt ihr den Laden zumachen.

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Nach Adenauers Tod entsteht die Frage, wo man ihn begraben solle. Nach langer Parlamentsdebatte wird der Antrag eingebracht, ihn wegen seiner Verbundenheit mit Israel in Jerusalem zu bestatten. Scharfer Protest von der SPD: Dort sei schon einmal einer begraben worden und nach drei Tagen wieder auferstanden. Darauf Anfrage von der CDU: Wer war das?

 

Jesus hat viele Anhänger

 

Ein Pfarrer wurde zum 25. Jahrestag seines Dienstantritts in der Gemeinde mit einem Bankett geehrt. Ein führender Lokalpolitiker , der ein Mitglied der Gemeinde war, wurde ausersehen, die Festrede zu halten, aber verkehrsbedingt verspätete er sich. So beschloss der Pfarrer, während der Wartezeit selbst ein paar Worte zu sagen:

''Ihr versteht doch ", sagte er, ''das Siegel des Beichtgeheimnisses kann niemals gebrochen werden. Ich erhielt aber meinen ersten Eindruck von der Pfarrei durch die erste Beichte, die ich hier abnahm. Ich kann euch nur so ganz allgemein darüber erzählen. Als ich hier ankam, dachte ich, dass mir ein ganz schrecklicher Ort zugeteilt worden sei. Die allererste Person, die meinen Beichtstuhl betrat, erzählte mir, er habe von seinen Eltern Geld gestohlen, am Arbeitsplatz Geld unterschlagen, eine Affäre mit der Frau seines Chefs und seine Schwester mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt. Ich war entsetzt. Als aber die Tage vergingen, erkannte ich, dass meine Schäfchen nicht alle so waren und dass ich doch in eine ausgezeichnete Pfarrei voll von verständnisvollen und liebevollen Menschen gekommen war.''

Gerade als der Pfarrer mit seinen Ausführungen zu Ende gekommen war, traf der Politiker ein, mit wortreichen Entschuldigungen für sein zu spät kommen. Sofort begann er mit seiner Rede: ''Ich werde niemals den Tag vergessen, an dem unser Hochwürdiger Herr Pfarrer in der Pfarrei eintraf'', sagte der Politiker, ''ja, ich hatte die Ehre, der erste zu sein, der bei ihm die Beichte ablegte ...''